Wasserverband Peine startet Inliner-Sanierung in Vaake und Veckerhagen

Presse-Information vom Wasserverband Peine:

Schlauch dichtet Kanal von innen ab

Reinhardshagen/Peine, im November 2020

In Vaake haben Arbeiten am Kanalnetz begonnen.

„Wir sanieren in den kommenden Wochen rund 2100 Meter des Abwasserkanalnetzes in Vaake und Veckerhagen im sogenannten Inliner-Verfahren. Damit dichten wir die Kanäle verlässlich von innen ab“, sagt Johannes Prien, Leiter der Betriebsstelle Süd des Wasserverbands Peine.

Die Arbeiten sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Rund 200.000 Euro kostet diese Infrastrukturmaßnahme in der Gemeinde Reinhardshagen.

Eine Kamerabefahrung hatte das aktuelle Zustandsbild der Schmutz-, Misch- sowie Regenwasserkanäle in den beiden Ortschaften aufgezeichnet. „Diese Bilder haben wir ausgewertet und daraus ein passgenaues Sanierungskonzept erstellt“, erläutert Ingenieur Prien. „Die Kanalkamera hatte in diesen Bereichen deutlichen Sanierungsbedarf aufgezeigt, etwa Risse und andere Beschädigungen im Rohrinnern, die zu Undichtigkeiten und Störungen im Wasserabtransport führen. Die Substanz der

vorhandenen Rohre, die einen Durchmesser zwischen 20 und 40 Zentimetern aufweisen, ist aber noch ausreichend, so dass wir hier im sogenannten Inliner-System punktuell sanieren können.“

Arbeiten von Schacht zu Schacht – Einschränkungen so gering wie möglich halten

Die Arbeiten führt die erfahrene Fachfirma Rainer Kiel aus Blomberg durch. Bei dieser Inliner-Sanierungsmethode wird zwischen zwei Schächten gearbeitet. Der Verkehr kann in der Regel an den Fahrzeugen der Fachfirma vorbeigeleitet werden. Zunächst wird der Kanalbereich per Druckluft gereinigt, bei Bedarf werden unebene Stellen mit einem kleinen Roboterwagen innen noch geglättet. Dann wird ein harzgetränkter Schlauch, der vorher auf die benötigte Länge zugeschnitten wurde, ins bestehende Rohr eingezogen. Danach wird er mittels Druckluft aufgestellt, so dass er sich an die bestehende Rohrwandung anlegt. Im Anschluss wird das Harz im Schlauch mit UV-Licht ausgehärtet.

Dazu durchfährt eine Lichterkette diesen Kanalbereich langsam. Im letzten Arbeitsschritt werden die Abgänge zu den Hauanschlussleitungen wieder freigefräst.

„Die Einschränkungen für den Verkehr und die Anlieger sind bewusst so gering wie möglich gehalten. Das Abwasser wird bei Bedarf abgefahren“, teilen die Planer des Verbands mit. Eher untypische Geräusche und Gerüche könnten während der Arbeiten auftreten.

„Beim Aushärten des Harzes kommt es kurzzeitig zu einem ungewöhnlichen Geruch. Zudem fällt manchmal das Geräusch des Ausfräsens der Abgänge auf. Beide treten aber nur kurzzeitig während der Arbeiten auf“, erläutert der Verband.

Binnen vier Wochen Arbeiten in 13 Straßenzügen

Die Arbeiten haben am 12. November in der Mündener Straße in Vaake begonnen. In dieser Ortschaft wird in den kommenden Wochen auch in der Harnestraße, der Schlesierstraße, der Ostpreußenstraße sowie in der Bergstraße saniert.

Danach wird die beauftragte Fachfirma nach Veckerhagen umsetzen. Dort wird in folgenden Straßen der Kanal punktuell saniert: Karlsbader Straße, Am Ochsenkamp, Klinkersweg, Bachstraße, Lange Straße, Untere Kasseler Straße, Zur Fähre und Unterer Hasselbach.

Wann die Sanierungswagen in welcher Straße agieren, sei leider nicht genauer vorab anzukündigen, das hänge vom Arbeitsfortschritt in den jeweiligen Kanalbereichen ab, so der Verband.

Dieses Inliner-Verfahren ist eine bewährte Sanierungsmethode, die der Wasserverband Peine auch schon im benachbarten Dransfeld und Staufenberg eingesetzt hat. „Wir schreiben diese Arbeiten

gemeinsam mit anderen Verbänden aus. Dadurch erzielen wir bessere Einkaufskonditionen, die dann

den Bürgern wieder zugutekommen“, ergänzt Prien.

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